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Der Vorsatz-Tausch – Teil 1: Verschenk deinen Vorsatz und bekomm den eines Fremden

8. Okt.
3 Min. Lesezeit

Heute ist der 8. Oktober. Bis Silvester sind es 84 Tage – genau zwölf Wochen. Das ist die Zeit, die du hast, wenn du nicht erst am letzten Abend anfängst, übers neue Jahr nachzudenken.

Und genau darum geht es heute: um Vorsätze. Aber mit einer Wendung, die uns Spaß macht: Du behältst deinen Vorsatz nicht. Du verschenkst ihn – und bekommst dafür den von jemand anderem.

Warum ausgerechnet tauschen?

Ein Vorsatz fürs neue Jahr ist meistens ein Versprechen an uns selbst. Und an uns selbst halten wir uns erfahrungsgemäß besonders großzügig nicht. (Das ist eine verbreitete Alltagsbeobachtung, keine Statistik von uns.)

Bei einem Vorsatz, den uns jemand anderes anvertraut hat, ist das vielleicht anders: Den will man nicht blamieren. Das ist unsere Vermutung – und das Experiment soll zeigen, ob sie stimmt.

Die Spielregeln

1. Ein Satz. Du schreibst einen Vorsatz fürs neue Jahr auf – klein, konkret, in einem Satz. „Ich will mehr …“ ist zu groß. „Einmal pro Woche …“ passt.

2. Nichts Privates. Kein Name nötig. Bitte keine Gesundheit, kein Geld, keine Namen anderer Menschen.

3. Der Tausch (Teil 2, 19. November). Dein Vorsatz geht an die nächste Person in der Reihe, du bekommst den der Person davor. Die Reihenfolge ist die Reihenfolge der Antworten; die letzte Person bekommt den der ersten.

4. Ehrensache. Du darfst den fremden Vorsatz annehmen, umformulieren oder zurückgeben – aber probier ihn vorher eine Woche lang ernsthaft aus. Ob du es tust, weißt nur du. Das ist Ehrensache.

5. Die Bilanz (Teil 3, 31. Dezember). Wer mag, berichtet in einem Satz, was aus dem fremden Vorsatz geworden ist.

Drei Beispiele zum Warmwerden

„Einmal pro Woche jemanden anrufen, statt zu schreiben.“

„Den Kaffee im Sitzen trinken, ohne nebenbei etwas anderes zu tun.“

„Jeden Monat einen Weg gehen, den ich noch nie gegangen bin.“

Diese drei haben wir uns ausgedacht – es sind keine Antworten von Gästen.

So machst du mit: ein Satz genügt

Scroll unter diesen Artikel zu den Kommentaren. Dort steht ein Kommentar mit dem Titel „Mein Vorsatz zum Tauschen“. Klick auf „Antworten“ und schreib deinen einen Satz. Das war's.

Ehrlich gesagt: Unter unseren letzten Artikeln war es ziemlich still. Deshalb machen wir die Hürde diesmal so niedrig wie möglich – ein Satz, kein Name nötig. Kommen nur wenige Sätze, sagen wir das in Teil 2 offen und tauschen trotzdem. Kommt gar keiner, schreiben wir drei Tauschvorschläge der Redaktion und lassen euch wählen.

Die Streitfrage: Gleich anfangen – oder auf Silvester warten?

Team „Gleich anfangen“: Ein Vorsatz mit 84 Tagen Anlauf ist schon vor dem Start halb geschafft.

Team „Auf Silvester warten“: Ein Neuanfang braucht einen Stichtag. Ohne Mitternacht fühlt es sich nicht echt an.

Welches Team bist du? Antworte unter dem Kommentar „Die Streitfrage“ mit einem Satz und deinem Team.

Das Mini-Experiment: der erste Tausch am Tisch

Schenk diese Woche jemandem an deinem Tisch – Familie, Freund, Kollegin – einen deiner Vorsätze. Ein Satz genügt: „Ich schenke dir meinen Vorsatz: …“ Und schau, was passiert. Wenn du magst, erzähl es uns in einem Satz unter „Mein Vorsatz zum Tauschen“.

Der Fahrplan bis Silvester

Teil 1 – heute, 8. Oktober (noch 84 Tage): Vorsätze sammeln.

Teil 2 – 19. November (noch 42 Tage): der große Tausch.

Teil 3 – 31. Dezember: die Bilanz.

Dazwischen geht unsere Serie „Tisch 85“ weiter: Kapitel 76 erscheint rund um den 16. Oktober.

Noch 84 Tage bis Silvester

Zwölf Wochen. Genug Zeit, einen fremden Vorsatz wirklich auszuprobieren.

Wir haben noch bis Donnerstag, 15. Oktober, Betriebsurlaub und sind ab Freitag, 16. Oktober, wieder für euch da: Mastiha Mezedopolio, Arndtstraße 12, 10965 Berlin-Kreuzberg, Telefon 030 612 85 386. Das nächste Drachmen Fest kommt in einem Jahr – wie jedes Jahr.

 
 
 

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