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Welches Meze bist du? Die Besetzung eines guten Abends – Teil 2: Nebenrollen und Drei-Fragen-Test
In Teil 1 haben wir den Tisch gedeckt: Fava, Saganaki, Tzatziki, Olive, Weinblatt, Brot und Chili waren die ersten sieben Rollen. Eigentlich wollten wir Teil 2 erst nach dem Betriebsurlaub schreiben. Aber ein Tisch, der in der Küche wartet, wird nicht besser – also kommt die Fortsetzung jetzt. Das Mastiha hat seit Sonntag, dem 4. Oktober, Betriebsurlaub, ab Freitag, dem 16. Oktober, sind wir wieder für euch da. Kassensturz: null Antworten Wir haben unter Teil 1 nachgeschaut:
Mastiha Restaurant
vor 9 Stunden3 Min. Lesezeit


Welches Meze bist du? Die Besetzung eines guten Abends – Teil 1
In einem Mezedopolio passiert etwas, das in kaum einem anderen Restaurant passiert: Niemand bestellt „sein“ Gericht. Die Teller landen in der Mitte, die Gabeln wandern, und nach zehn Minuten weiß keiner mehr, wer was bestellt hat. Das ist kein Zufall – das ist das eigentliche Rezept. Heute fragen wir deshalb nicht, was auf dem Tisch steht, sondern wer drumherum sitzt. Denn jede gute Runde funktioniert wie ein guter Meze-Tisch: Sie braucht Verschiedene, die sich ergänzen. Ein
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vor 2 Tagen3 Min. Lesezeit


Handy-Korb am Tisch: Digital Detox à la Kafenion – und die Frage, wer zuerst schwach wird
Stell dir einen Tisch vor: Meze, ein Glas Wein, ein Kaffee, ein Tavli-Brett. Und in der Mitte steht ein Korb. Nicht für das Brot, sondern für die Handys. Das Kafenion kannte kein Scrollen Im traditionellen griechischen Kafenion spielte sich das Leben am Tisch ab: Man diskutierte, würfelte beim Tavli, ließ das Komboloi durch die Finger gleiten und trank einen Kaffee, der sich Zeit nahm. Wer eine Zeitung hatte, las daraus vor oder stritt darüber. Niemand nannte das „Digital Det
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vor 3 Tagen2 Min. Lesezeit


Die Münze im Kuchen: Drachme oder Euro – welches Glück steckt 2027 in der Vasilopita?
Stellt euch einen Kuchen vor. Irgendwo in ihm steckt eine Münze. Wer sie in seinem Stück findet, hat Glück – und zwar fürs ganze Jahr. So fängt in vielen griechischen Familien das neue Jahr an: mit der Vasilopita. Was ist eine Vasilopita? Die Vasilopita ist der Neujahrskuchen, benannt nach dem heiligen Basilius, dessen Tag am 1. Januar gefeiert wird. In den Teig wird eine Münze eingebacken, das „Flouri“. Der Kuchen wird zum Jahreswechsel angeschnitten, und das Stück mit der M
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vor 3 Tagen2 Min. Lesezeit


Danke, Drachmen Fest! Eine Zeitkapsel für alle, die da waren – und für alle, die nächstes Mal kommen
Am Dienstag, 29.09.2026, haben wir in der Arndtstraße die Uhr zurückgedreht – und ihr habt sie mit uns zurückgedreht. Live-Musik, Preise wie 1960 und ein Zahlungsmittel, das seit fast 25 Jahren an keiner Kasse mehr zu sehen war. Das Drachmen Fest war ein Erfolg, und das habt ihr gemacht. Deshalb zuerst und von ganzem Herzen: Danke. Die Drachmen sind noch da Fast 25 Jahre nach dem Ende der Drachme hatten viele von euch noch welche: in Schubladen, in alten Geldbeuteln, zwischen
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vor 4 Tagen2 Min. Lesezeit


Die Drachme-Wette: 1 Euro, 340,75 Drachmen – und die Frage, was dir das wert ist
Heute Abend, ab 17 Uhr: Drachmen Fest bei uns in der Arndtstraße 12. Noch heute – und dann sind es nur noch 5 Tage bis zum Betriebsurlaub. Jetzt zur Wette. Du hast einen Euro in der Tasche. Einen einzigen. Die Frage ist nicht, was du dir davon kaufen kannst – die Frage ist, was du dir davon kaufen würdest. Und bevor du antwortest, noch ein Fakt, der die Sache kompliziert macht: Bei der Euro-Einführung wurde der Umrechnungskurs für Griechenland fest auf 340,75 Drachmen für 1 E
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vor 7 Tagen2 Min. Lesezeit


Volta: Der Spaziergang, der kein Ziel hat – und was die Bergmannstraße damit zu tun hat
In Berlin geht man spazieren, um irgendwo anzukommen: zur U-Bahn, zum Späti, zum Termin. In Griechenland gibt es ein Wort für das genaue Gegenteil – Volta (βόλτα). Eine Volta ist ein Spaziergang, dessen Zweck darin besteht, keinen zu haben. Was genau ist eine Volta? Das Wort stammt vermutlich aus dem Italienischen (volta – Wendung, Drehung), und genau das ist eine Volta auch: eine Runde. Man macht sie am frühen Abend, nach dem Essen oder am Sonntag, auf der Promenade, um den
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28. Sept.3 Min. Lesezeit


Zeibekiko: Der Tanz, den man online für eine Show hält – und der eigentlich das Gegenteil ist
Auf TikTok und Instagram kursieren ständig Videos von griechischen Hochzeiten: Ein Mann (oder eine Frau) tritt allein in die Mitte des Kreises, die Musik wird langsamer, alle anderen klatschen im Takt – und plötzlich tanzt diese eine Person minutenlang, mit geschlossenen Augen, mal in die Knie gehend, mal fast stolpernd. Kommentarspalten sind voll mit "😂 der ist betrunken" oder "Wow, was für Moves". Beides verfehlt komplett, was da eigentlich passiert. Der Tanz heißt Zeibeki
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27. Sept.2 Min. Lesezeit


Bouzouki: Der Klang aus dem Athener Untergrund, der heute in jedem zweiten Reel landet
Scroll durch Instagram oder TikTok, früher oder später hörst du ihn: diesen metallischen, leicht schrillen Melodie-Lauf, der sofort "Griechenland" bedeutet – auch wenn kaum jemand weiß, welches Instrument da eigentlich spielt. Es ist die Bouzouki. Und ihre Geschichte ist deutlich weniger postkartenidyllisch, als der heutige virale Sound vermuten lässt. Die Bouzouki kam nicht mit den alten Griechen, sondern mit Geflüchteten. Nach der Kleinasiatischen Katastrophe von 1922 und d
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27. Sept.2 Min. Lesezeit


Meze: Warum am griechischen Tisch niemand die Hauptrolle spielt
In Deutschland gibt es fast immer eine klare Hierarchie auf dem Teller: ein Hauptgericht, dazu ein bisschen Beilage. Der Star steht fest, bevor die Gabel überhaupt in der Hand liegt. In Griechenland ist das anders — und das liegt nicht nur am Geschmack, sondern an einer über 2.000 Jahre alten Idee. Das Wort "Meze" kommt ursprünglich aus dem Persischen ("mazze" = Geschmack), wanderte über das Osmanische Reich ins Griechische und wurde dort zu etwas ganz Eigenem: einer Art, gem
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26. Sept.2 Min. Lesezeit
Panigyri: Warum Griechen beim Torjubel dasselbe Wort benutzen wie ihre Urgroßeltern beim Dorffest
Wenn in Griechenland eine Fußballmannschaft ein Tor schießt, ein Schüler seine Prüfung besteht oder ein Paar seine Verlobung bekannt gibt, sagt man: „Πανηγυρίζουν.“ – „Sie feiern ausgelassen.“ Was kaum noch jemand hört, ist das Dorffest, das in diesem Wort noch immer mitschwingt. Das griechische Wort für „feiern“, πανηγυρίζω, stammt direkt vom πανηγύρι ab – dem Dorffest zu Ehren eines Heiligen, das es in Griechenland seit der Antike gibt. Schon damals hieß πανήγυρις wörtlich
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26. Sept.2 Min. Lesezeit
Wenn die Sprache nach Olivenöl schmeckt: Griechenlands flüssiges Gold
In Griechenland nennt man Olivenöl gerne „το υγρό χρυσάφι“ – das flüssige Gold. Aber die wahre Macht dieses Öls zeigt sich nicht nur auf dem Teller, sondern auch in der Sprache selbst. Wer in Griechenland ausdrücken will, dass jemand etwas geschickt geregelt hat – eine Behörde besänftigt, ein Problem elegant gelöst –, der sagt: „Το λάδωσε.“ Wörtlich: „Er hat es geölt.“ Die Redewendung stammt direkt aus der Küche: So wie ein quietschendes Scharnier durch einen Tropfen Öl plötz
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25. Sept.2 Min. Lesezeit


Siga-siga: Die griechische Kunst, die Uhr zu ignorieren
Wer zum ersten Mal in Griechenland ist und einen Termin um 18 Uhr ausgemacht hat, lernt schnell eine wichtige Lektion: 18 Uhr bedeutet ungefähr 18 Uhr. Vielleicht auch 18:30. Niemand regt sich darüber auf, niemand entschuldigt sich hektisch. Stattdessen hört man ein entspanntes "Siga-siga" – wortwörtlich "langsam, langsam". Was für Außenstehende wie Nachlässigkeit aussehen kann, ist in Wirklichkeit eine der ältesten Lebensphilosophien Europas. Dahinter steckt eine uralte grie
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25. Sept.2 Min. Lesezeit


Der Frappé: Wie ein verschütteter Kaffee 1957 zur griechischen Ikone wurde
Manchmal entsteht eine ganze Nationalikone aus reiner Verzweiflung. Thessaloniki, September 1957, Internationale Messe: Ein Nestlé-Vertreter namens Dimitris Vakondios möchte in seiner Pause einfach nur seinen gewohnten löslichen Kaffee trinken. Problem: kein heißes Wasser weit und breit. Am Stand steht aber ein Shaker – eigentlich gedacht, um einen Kinder-Kakao blitzschnell aufzuschäumen. Vakondios kippt Kaffeepulver, kaltes Wasser und Eiswürfel hinein, schüttelt kräftig – un
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24. Sept.2 Min. Lesezeit


Tavli: Das Brettspiel, bei dem eine Sechs "Aphrodite" heißt
In jedem griechischen Kafeneio gehört ein Geräusch einfach dazu: das Klappern von Würfeln und Holzsteinen auf einem aufgeklappten Brett. Zwei Männer sitzen gegenüber, ein Kaffee wird kalt, und keiner schaut auf das Handy – sie spielen Tavli. Das Wort bedeutet schlicht "Brett", und genau das ist es: ein Holzkasten, der sich öffnet und zwei Spielflächen freigibt. Tavli ist uralt – Würfelspiele auf ähnlichen Brettern lassen sich bis ins Mesopotamien vor rund 5.000 Jahren zurückv
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24. Sept.2 Min. Lesezeit


Giorti: Der griechische Feiertag, der wichtiger ist als der eigene Geburtstag
Stellt euch vor, euer Telefon klingelt den ganzen Tag – nicht wegen eines Notfalls, sondern weil heute euer Tag ist. Keine Einladung nötig, keine Vorwarnung erwartet: Freunde, Nachbarn, die Cousine, die man seit Jahren nicht gesehen hat, stehen einfach vor der Tür. In Griechenland heißt dieser Tag Giorti – die Namenstagsfeier – und für viele Griechinnen und Griechen ist sie wichtiger als der eigentliche Geburtstag. Der griechisch-orthodoxe Kalender widmet praktisch jedem Tag
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23. Sept.2 Min. Lesezeit


Opa!: Das Wort, das alles bedeutet – und der Teller, der einst dazugehörte
Es gibt Abende in einer griechischen Taverna, da braucht es kein vollständiges Wort. Jemand hebt das Glas, die Musik wird lauter, und plötzlich ruft der ganze Tisch nur noch eines: Opa! Es bedeutet nichts – und gleichzeitig alles. Freude, Ansporn, "Vorsicht!", "Weiter so!", manchmal sogar Wut. Griechen rufen es beim Tanzen, beim Anstoßen, beim Fußballschauen, sogar wenn etwas herunterfällt. Ein Wort für jede Gelegenheit, gerade weil es keine feste Bedeutung braucht. Früher ge
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22. Sept.2 Min. Lesezeit


Kerasma: Das Geschenk, das nicht auf der Rechnung steht
Man hat gegessen, getrunken und gelacht. Die Teller sind leer, und in Gedanken sind wir schon bei der Rechnung. Da kommt der Wirt noch einmal an den Tisch: eine kleine Schale Obst, ein Stück Halva, ein Schälchen Joghurt mit Honig oder ein Schnapsglas für jeden. „Kerasma“, sagt er nur. Aufs Haus. Das Wort ist älter, als es klingt. Es gehört zum Verb „kerno“, jemanden bewirten, jemandem etwas ausgeben, und das geht auf das uralte „keránnymi“ zurück: mischen. In der Antike trank
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21. Sept.2 Min. Lesezeit


Das Komboloi: Die Perlenkette, mit der Griechen nicht beten – sondern denken
Wer in Griechenland ein Kafenio betritt, hört es, bevor er es sieht: ein leises, gleichmäßiges Klackern. Klick, klick, klick. Am Nebentisch sitzt ein älterer Herr, der Kaffee vor sich, der Blick irgendwo in der Ferne. Zwischen seinen Fingern gleitet eine Kette aus glänzenden Perlen. Das ist das Komboloi. Viele halten es für einen Rosenkranz. Ein verständlicher Irrtum, aber eben ein Irrtum. Das Komboloi hat mit Gebeten nichts zu tun. Sein religiöser Cousin heißt Komboskini, di
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21. Sept.2 Min. Lesezeit


Was dein Kaffeesatz über dich verrät: Die griechische Kunst des Kaffee-Lesens
Am Ende eines griechischen Essens kommt selten die Rechnung zuerst – zuerst kommt der Kaffee. Und wenn du bei uns einen griechischen Kaffee bestellst, bekommst du nicht einfach ein Getränk. Du bekommst am Ende auch ein kleines Rätsel: die Tasse mit dem Satz am Boden. Griechischer Kaffee wird nicht gefiltert. Fein gemahlenes Pulver wird direkt mit Wasser (und je nach Geschmack Zucker) in einem kleinen Kupferkännchen, dem Bríki, aufgekocht – mit viel Schaum obenauf, das ist wic
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19. Sept.2 Min. Lesezeit
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